Spitzenleistungen in der präklinischen Notfallversorgung
Mit dem 1. Trauma-Tag fand dieses Jahr eine besondere Premiere in Österreich statt. Die Veranstaltung bot Teams aus dem Rettungs- und Notarztdienst erstmals einen eigenständigen Rahmen, um ihr Können in realistischen Einsatzszenarien unter Beweis zu stellen. Neben dem fachlichen Austausch stand vor allem eines im Fokus: Die optimierte Zusammenarbeit und die schnelle, strukturierte Versorgung von schwerverletzten Patienten.
Die Aufgabenstellung: Lebensrettende Maßnahmen unter Zeitdruck
Beim Trauma-Tag treten die Teams in extrem realitätsnahen Notfallszenarien an. Innerhalb eines eng gesteckten Zeitfensters müssen die Zweier-Teams komplexe Verletzungsmuster korrekt einschätzen und priorisieren.
Zu den Kernaufgaben gehörten:
- Gefahrenmanagement: eine saubere Erkundung der Einsatzstelle und Beseitigung von Gefahrenquellen vor der Patientenversorgung ist oberste Priorität
- Strukturierte Erstbeurteilung: Anwendung international etablierter Schemata (wie xABCDE) zur raschen Identifikation lebensbedrohlicher Zustände.
- Wärmeerhalt & Schockbekämpfung: Gezieltes Versorgen kritischer Blutungen und Vermeidung von Hypothermie unter Einsatzbedingungen.
- Atemwegs- und Atmungsmanagement: Stabilisierung und Versorgung schwerer Thoraxtraumen oder Atemwegsprobleme.
- Immobilisation & Rettung: Schonende und gleichzeitig zügige Patientenrettung aus schwierigen Lagen in enger Abstimmung mit den technischen Rettungskräften.
- Teamkommunikation: Präzise, ruhige Führung und klare Aufgabenverteilung unter hoher Belastung bis hin zu einer strukturierten Patientenübergabe.
Die Leistung wird dabei von erfahrenen Bewertern anhand internationaler Standards detailliert evaluiert – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Übergabe.
Die Austrian Technical Rescue Organisation (ATRO) bedankt sich bei allen teilnehmenden Teams, Bewertern und Helfern für ihren Einsatz im Sinne der Patientensicherheit!













