Reinhard Voithofer

Leidenschaftlicher Feuerwehrmann:

Seit 1987 bin ich Mitglied in der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr MEGGENHOFEN und von Beginn an war Ausbildung eines meiner Themen die mich ständig begleiteten. So war es nicht verwunderlich, dass ich früh schon möglichst viele Ausbildungen absolvieren wollte. Der technische Bereich interessierte mich dabei am meisten.

Auch Führungsthemen und Führungspositionen übertrug man mir bald und so übte ich über sieben Jahre die Funktion des Ausbildungsbeauftragten aus, bevor ich 2003 zum Kommandanten der Feuerwehr Meggenhofen gewählt wurde. 20 Jahre hatte ich dieses Amt inne und konnte dabei sehr viel Erfahrung sammeln.

In diese Zeit fiel auch der Beginn der THL/TRT Leidenschaft, aber nicht auf Leistungsabzeichen Basis, sondern auf echtes Tun. Diese habe ich wohl meinem älteren Bruder zu verdanken, der damals Kommandant der Feuerwehr Haag am Hausruck war und gemeinsam mit Georg Kaufmann (+) von der Feuerwehr Zirl weit über den Tellerrand blickte. Und ich durfte mitblicken.

Zu Beginn besuchten wir viele Veranstaltungen zu diesem Thema, vor allem im Ausland. Ich kann mich noch gut an die WRC in Frankfurt oder London erinnern. Diese Besuche prägten und reiften soweit, dass wir in Meggenhofen auch eine eigene TRT-Gruppe gründeten. 2010 nahmen wir dann erstmals an einer Challenge teil. Bei sehr frostigen Temperaturen, es war Anfang Oktober in Haag am Hausruck, stellten wir uns mit damals geliehener Einsatzbekleidung den Bewertern. Ja, damals kann man sagen, waren es wirklich noch Bewerter. Sie waren International. Kamen aus Österreich, Deutschland, Luxemburg und England. Auch sie hatten diese Leidenschaft und konnten diese gut auf die Mannschaften übertragen.

Mir war es immer ein Dorn im Auge, dass man diese Challenges als Bewerb austrug. Dabei ging viel zu viel Wissen und Technik verloren. So beschlossen ich und meine Kameraden beim THL-Tag 2013 in Meggenhofen keine Wertungen zu führen. ALLE waren Sieger und das setzt sich bis heute fort.

Ganz ohne Bewertung geht es natürlich nicht. Mittlerweile gibt es ein Punktesystem, als Teilnehmer sollte man ja wissen, wo bzw. wie meine Leistung eingeschätzt wird, das in die Bereiche Gold, Silber und Bronze ausgewertet wird. Somit sieht jedes Team wie ihre Leistung ist und wo Verbesserungsbedarf besteht. Und aus den Bewertern wurden Trainer und kommen nun alle aus Österreich.

Ja und über die vielen Jahre und Teilnahmen kommt man in Kontakt und irgendwann wurde man mal gefragt, ob man sein Wissen nicht als „Trainer“ vermitteln möchte. Und so bin ich sicher schon über 10 Jahre Bestandteil der Trainerrunde, zuständig für den Teil der technischen Rettung und versuche dort meine Eindrücke und Ansätze den Teilnehmern zu verdeutlichen. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Und so gibt es auch nicht nur den einen richtigen Weg, sondern man sollte als Trainer erkennen können, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist. Ggf. muss man eine Weggabelung einbauen und einen Umweg fahren, um auch ans Ziel zu kommen.

Ich freue mich jedenfalls, wenn ich mein Wissen, nicht nur im Rahmen der THL-Tage, weitergeben kann und darf und das noch möglichst lange.

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